Die MGU steht auf der Bühne und nimmt den Schlussapplaus entgegen.

Für unser Jahreskonzert haben wir weder Kosten noch Aufwand gescheut und zwei Wissenschaftler engagiert. Bis zum Konzertbeginn haben sie es tatsächlich geschafft und präsentieren eine funktionierende Zeitmaschine.

Mir dieser Maschine reisen wir nun durch die Zeit. Das Beste daran ist, dass uns auch unser Publikum dabei begleiten kann. So machen wir zum Beispiel im Nordwesten Amerikas Halt bzw. machen eine Bahnfahrt mit der Northern Pacific Railroad im 19. Jahrhundert. Dabei begegnen uns im Oregon auch Cowboys und Indianer. Als nächstes drehen wir das Rad der Zeit nach 1939; bleiben aber in Amerika. Nach Little brown jug werden wir von Heimweh geplagt. Mit der Zeitmaschine reisen wir zurück nach Uttigen ins Jahr 1923. Wir begegnen einer jungen Musikantin, welche eben von der Fahnenweihe auf dem Nachhauseweg ist. Sie übergibt uns handgeschriebene Noten vom Fulenbacher Festmarsch. Durch ein Missgeschick der Wissenschaftler landen wir anschliessend im Jahre 50'000 v. Chr. im Neandertal. Da unser Dirigent kurzerhand verschleppt wird, müssen wir eine Pause einlegen. Die Rettung gelingt und wir begeben uns nach Florenz ins Jahre 1907. Bevor wir nach New York ins Jahre 1928 reisen und Regula Leu als Solistin im Wild cat blues hören, machen wir 2005 in Irland halt und wohnen einem Westlife-Konzert bei. You raise me up ist einer der grössten Hits dieser Band, welche sich im Juni 2012 getrennt hat. Im Jahr 1749 verkündet in London ein Herold des Königs Georg II. eben, dass ein Feuerwerk, begleitet mit passender Musik statt findet. Da mit der genialen Maschine Zeitreisen nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft möglich sind, werden Lotto und Totto eingestellt. Es stellt ja keine besondere Herausforderung mehr dar, die sechs Richtigen heraus zu finden…. In der Zukunft machen wir in Pandora Station. Prompt zeigen uns zwei Na’vi-Frauen ihre Welt. Statt in Uttigen landen wir anschliessend in Adelboden beim Vogellisi. Aber wenigstens sind wir wieder im Jahre 2013 gelandet und können mit dem ÖV nachhause fahren. Dort verabschieden wir mit dem Grenzwächter unseren langjährigen Fähnrich und danken ihm ganz herzlich für seine treuen Dienste.

Verchehrt… richtig heisst der Schwank in zwei Akten von Peter Kreis. Martin und Ruth sind zum zweiten Mal verheiratet - beide mehr oder weniger glücklich - und sie haben Berta, eine Haushaltshilfe angestellt. Ruth ist in einer Frauenbewegung aktiv. Ruth und Berta besuchen zusammen einen Frauenkongress, wo Ruth eine Rede hält. Darauf werden sie durch unglückliche Ereignisse verhaftet. Sie finden sich, statt an einem schönen Ball, in einer Gefängniszelle wieder. In ihrem Mehrfamilienhaus zieht gleichentags der Schriftsteller Klaus als neuer Mieter ein. Auch er ist zum zweiten Mal verheiratet und wartet auf seine Frau. In erster Ehe sind beide Ehepaare über 25Jahre verheiratet gewesen. Judith und Claudia kommen, um die neue Wohnung zu besichtigen und klingeln an der Haustüre von Martin. Die Überraschung ist gross; handelt es sich doch um Martins erste Frau, welche er nie vergessen konnte. Am späteren Abend kommt Martins Cousin, der Anwalt Thomas Bucher, zu Besuch, welcher für das Testament des Onkels unterwegs ist und abklären muss, ob Martin immer noch glücklich verheiratet ist. Claudia, eine Mittfünfzigerin, hat ihr Leben lang auf Thomas gewartet, aber sich nie getraut, ihm ihre Liebe zu gestehen.

Nun wird natürlich ein Theater aufgeführt, damit Martin an die “Kohlen” von seinem Onkel kommt und Judith, seine erste Frau, spielt mit. Es findet eine ausgiebige Party statt und am Morgen liegen alle mehr oder weniger verkatert in der Wohnung herum. Martins Frau Ruth kommt, zusammen mit Berta, früher als erwartet zurück und das Theater geht erst richtig los. Zu guter Letzt finden aber alle Beteiligten eine gute Lösung.