Frisch geehrte Veteranen.

Mit gemischten Gefühlen machen wir uns am (sehr) frühen Sonntagmorgen auf den Weg in Richtung Längenberg. Sandra Boner hat uns am Vorabend nicht gerade grosse Hoffnungen auf einen sonnigen Sonntag gemacht. Der Himmel zeigt sich aber von seiner besten Seite. Nach kurzem Einspielen im Schulhaus verschieben wir in die Kirche. Jetzt gilt es ernst! Wir geben uns alle Mühe und können – wie wir später erfahren werden – auch den Experten von uns überzeugen. Es gibt zwar noch einzelne Sachen, welche wir verbessern können. Aber im Grossen und Ganzen passt es.

Bei der Klosterruine erwartet uns Frieda Senn für ein Fotoshooting. Wir wollen wieder einmal eine aktuelle Fotografie erstellen lassen. Einzelne Farbkübel, auf welchen die hinterste Reihe stehen muss, knicken unter der Last ein. Doch schlussendlich klapp es und die Bilder sind im Kasten.

Nach dem perfekt organisierten Mittagessen beginnt es leicht zu regnen bzw. zu tröpfeln. Im Zelt widmen wir uns derweil dem Dessert vom preisgekrönten Patissier Rolf Mürner. Das OK bestimmt, die Marschmusik durchzuführen. Dann zeigt sich die Sonne wieder von ihrer besten Seite und lässt uns unter unseren Uniformen schwitzen. Die Marschmusikstrecke wird von vielen Personen bevölkert, welche das Dargebotene mit Applaus goutieren. Mit dem Marsch Füs. Bat. 23 können wir den Experten, welcher uns bereits in der Kirche bewertete, nicht restlos überzeugen. Gut, gibt es noch eine Zweitmeinung von einem anderen Experten, welcher die zweite Hälfte beurteilt….

Zum Abschluss treffen sich alle Vereine neben dem Festzelt für den offiziellen Teil mit den Ehrungen und dem Gesamtchor. Inzwischen ziehen nicht mehr dunkle sondern schwarze Wolken auf. Vom Freiburgischen herkommende überdecken sie das Schwarzenburgerland je länger je mehr. Die Ansprachen sind kurz, so dass noch etwas Zeit für die Ehrungen übrig bleibt. Von der MG Uttigen werden Miryam Schwendimann, Franziska Stöckli, Urs Hofmann und Fritz Locher für 30Jahre Musizieren geehrt. Mit dem letzten Ton vom Gesamtchor – der Himmel ist inzwischen nirgends mehr blau – öffnet Petrus die Schleusen. Dies ist vermutlich auch ein Grund, dass das Festzelt für das Konzert der MG Riggisberg fast leer bleibt. Schade. Denn unter der Leitung von Sandra Rolli jagt ein Höhepunkt den nächsten. Die im Zelt Verbliebenen lassen den Abend mehr stehend als sitzend ausklingen und kommen nach dem Gewitter sogar trockenen Fusses nachhause.